Community-Richtlinien

Verhaltenskodex wedium

Grundlage für eine respektvolle, sichere und offene digitale Gemeinschaft

 

1. Warum wir einen Verhaltenskodex brauchen

Diese Plattform verfolgt das Ziel, echte menschliche Interaktion, vertrauensvolle Kommunikation und offenen Austausch zu ermöglichen. Sie versteht sich als unabhängiger digitaler Raum, der Vielfalt fördert, Manipulation vermeidet und die Würde aller Beteiligten respektiert.

Soziale Medien prägen Meinungsbildung, gesellschaftliche Debatten und zwischenmenschliche Beziehungen. Damit dieser Raum konstruktiv genutzt werden kann, braucht es klare gemeinsame Regeln, die Orientierung geben, Vertrauen schaffen und Schutz bieten – insbesondere dort, wo Machtungleichgewichte, Konflikte oder emotionale Dynamiken entstehen.

Dieser Verhaltenskodex schafft die Grundlage für:

  • ein sicheres und respektvolles Miteinander,
  • gleichberechtigte Teilhabe,
  • Transparenz im Umgang mit Konflikten,
  • den Schutz von Individuen und der Gemeinschaft.

Er ergänzt die Nutzungsbedingungen & die Datenschutzerklärung von wedium und steht im Einklang mit den europäischen Werten, der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie dem Digital Services Act (DSA). Verstöße gegen diesen Kodex können zivilrechtliche, strafrechtliche oder plattforminterne Konsequenzen nach sich ziehen, insbesondere gemäß §§ 126a, 185 ff. StGB (Bedrohung, Beleidigung), § 201a StGB (Verletzung des höchsten Persönlichkeitsrechts durch Bildaufnahmen), Art. 5–9 DSGVO (Datenverarbeitung) und Art. 14–17 DSA (Transparenz, Beschwerdemanagement).

Wichtiger Hinweis: Bezüglich minderjähriger Nutzer*innen werden spezifische Verhaltensregeln und Schutzmechanismen in diesem Verhaltenskodex ergänzt, sobald die Nutzung von wedium nach implementiertem Jugendschutz auch für Personen unter 18 Jahren zulässig ist. In der Beta-Testphase ist die Nutzung der Plattform ausschließlich für volljährige Personen erlaubt. Bitte beachtet dazu auch unsere Nutzungsbedingungen.

 

2. Ziel und Geltungsbereich

Der Verhaltenskodex definiert Mindeststandards für Verhalten auf der Plattform. Er gilt für:

  • alle Nutzer*innen,
  • Moderator*innen und Community-Verantwortliche,
  • Mitglieder von Gremien (z. B. Advisory Board, Ethikrat),
  • offizielle Vertreter*innen der Plattform,
  • alle öffentlichen und privaten Interaktionen innerhalb der Plattform.

Der Kodex gilt unabhängig von:

  • Herkunft, Sprache, Geschlecht, Identität, Religion oder Weltanschauung, sexuelle Ausrichtung,
  • politischer Haltung, die regel- und demokratiebasiert ist (Fakten werden DSGVO-konform durch KI und Menschen gecheckt),
  • sozialem oder beruflichem Status,
  • Reichweite, Bekanntheit oder Funktion auf der Plattform.

Lokale (Länder und Sprachen) oder themenspezifische Regeln können diesen Kodex ergänzen, dürfen ihn jedoch nicht unterlaufen. Bei Konflikten mit lokalen Gesetzen (z. B. strengere Regelungen zu Hassrede oder Datenschutz) gelten diese vorrangig.

 

3. Grundwerte der Plattform

Unsere Gemeinschaft basiert auf folgenden Werten:

  • Respekt und Menschenwürde,
  • Vielfalt und Inklusion,
  • Transparenz und Verantwortungsbewusstsein,
  • Dialog statt Eskalation,
  • Freiheit der Meinung bei Achtung der Grenzen anderer.

Meinungsfreiheit endet dort, wo die Rechte, die Sicherheit oder die Würde anderer verletzt werden.

 

4. Erwartetes Verhalten

4.1 Gegenseitiger Respekt

Alle Nutzer*innen sind aufgefordert,

  • respektvoll, sachlich und fair zu kommunizieren,
  • unterschiedliche Perspektiven anzuerkennen,
  • von guten Absichten auszugehen, solange nichts Gegenteiliges erkennbar ist,
  • Kritik konstruktiv, nachvollziehbar und ohne persönliche Angriffe zu äußern,
  • Selbstbezeichnungen, Namen und Pronomen anderer zu respektieren,
  • persönliche Grenzen, Sensibilitäten und Bedürfnisse zu achten.

Empathie und Zuhören sind zentrale Kompetenzen für eine funktionierende Community.

4.2 Höflichkeit, Kollegialität und Verantwortung

Wir fördern:

  • einen höflichen, nicht herabwürdigenden Ton,
  • gegenseitige Unterstützung, insbesondere gegenüber neuen Nutzer*innen,
  • Hilfsbereitschaft und Wissensaustausch,
  • Anerkennung und Wertschätzung von Beiträgen.

Alle Mitglieder tragen Mitverantwortung dafür, dass die Plattform ein möglichst sicherer und konstruktiver Ort bleibt.

4.3 Verantwortung für Inhalte

Von allen Nutzer*innen wird erwartet,

  • sorgfältig und verantwortungsbewusst mit Informationen umzugehen,
  • keine vorsätzlich falschen oder irreführenden Inhalte zu verbreiten,
  • Quellen korrekt und nachvollziehbar darzustellen, wenn relevant,
  • zwischen Meinung, Interpretation und Fakten klar zu unterscheiden,
  • KI-generierte Inhalte, die realistisch wirkende Personen, Aussagen oder Ereignisse darstellen, deutlich als solche zu kennzeichnen (z. B. mit #KI oder „KI-generiert“). Dies gilt nicht für offensichtlich fiktive oder künstlerische Inhalte wie Memes oder Karikaturen.

 

5. Inakzeptables Verhalten

5.1 Belästigung und Diskriminierung

Unzulässig sind insbesondere:

  • Beleidigungen, Beschimpfungen oder Herabwürdigungen,
  • diskriminierende Sprache oder Inhalte, insbesondere rassistische, sexistische, homophobe, transfeindliche oder behindertenfeindliche Äußerungen,
  • sexualisierte Kommentare oder unerwünschte Annäherungen,
  • Drohungen, Einschüchterung oder Aufrufe zu Gewalt,
  • systematisches Stören von Diskussionen (Trolling),
  • wiederholtes Nachstellen oder gezielte Provokation.

Auch wiederholtes grenzüberschreitendes Verhalten kann Belästigung darstellen – selbst wenn einzelne Handlungen für sich genommen geringfügig erscheinen.

5.2 Missbrauch von Macht, Reichweite oder Einfluss

Nicht akzeptabel ist:

  • Ausnutzen von Moderations-, Rollen- oder Reichweitenvorteilen,
  • Einschüchterung durch Status, Bekanntheit oder Netzwerke,
  • gezielte öffentliche Bloßstellung,
  • psychologische Manipulation oder Druckausübung.

Personen mit besonderer Sichtbarkeit oder Verantwortung tragen eine erhöhte Vorbildfunktion.

5.3 Schutz der Privatsphäre

Strikt untersagt ist:

  • Veröffentlichung privater oder personenbezogener Daten ohne Zustimmung (Doxing),
  • das gezielte Sammeln oder Verbreiten solcher Informationen,
  • indirektes Doxing oder Andeutungen, die zur Identifizierbarkeit führen,
  • Verbreitung von KI-generierten Bildern oder Inhalten, die eine Person in einer misslichen Situation darstellen, ohne deren Einwilligung oder klare Kennzeichnung als KI-generiert.

5.4 Missbrauch der Plattform

Nicht erlaubt sind:

  • vorsätzlicher Vandalismus oder systematische Manipulation von Inhalten,
  • koordinierte Desinformation, insbesondere gefälschte Behauptungen zu Wahlen, Pandemien oder wissenschaftlichen Erkenntnissen mit dem Ziel, öffentliche Debatten zu manipulieren (z. B. gefälschte Screenshots von angeblichen „offiziellen Stellen“ oder Deepfake-Videos ohne Hinweis auf KI-Erstellung),
  • Hassrede oder entmenschlichende Inhalte,
  • Verwendung einschüchternder Symbole oder Codes ohne sachlichen Kontext,
  • Verletzungen von Urheberrechten, z. B. das Teilen geschützter Musik, Bilder oder Texte ohne Erlaubnis der Rechteinhaber*innen.

 

6. Umgang mit Verstößen

Verstöße gegen diesen Kodex können – je nach Schwere – folgende Maßnahmen nach sich ziehen:

  • Hinweis oder Verwarnung,
  • Moderation oder Entfernung von Inhalten,
  • zeitlich begrenzte Einschränkungen (z. B. 3-Tage-Sperre),
  • dauerhafte Sperrung des Kontos.

Nutzer*innen können Verstöße über das Meldesystem oder per E-Mail an moderation@wedium.social melden. wedium prüft Meldungen innerhalb von 24 Stunden (bei dringenden Fällen schneller) und informiert die betroffenen Parteien über das Ergebnis. Gegen Maßnahmen kann innerhalb von 14 Tagen Widerspruch eingelegt werden (vgl. §14 der Nutzungsbedingungen).

Es bleibt dem Betreiber der Plattform vorbehalten, wann ein*e Nutzer*in gelöscht oder zur Anzeige gebracht wird. Bei schweren Verstößen (z. B. Gewaltaufrufe, Hassrede oder strafbare Inhalte) kooperiert wedium mit Behörden und leitet gegebenenfalls rechtliche Schritte ein (vgl. §§ 126a, 130 StGB).

Ziel aller Maßnahmen ist der Schutz und die Wiederherstellung eines sicheren Raums, nicht Bestrafung um ihrer selbst willen.

 

7. Schlussgedanke

Dieser Verhaltenskodex ist kein starres Regelwerk, sondern ein gemeinsamer Orientierungsrahmen. Er lebt davon, dass er verstanden, respektiert und aktiv mitgetragen wird.

Eine gesunde soziale Medienplattform entsteht nicht durch Technik allein, sondern durch verantwortungsvolle Menschen, die bereit sind, sich gegenseitig mit Respekt zu begegnen.

 

Fazit

Ein Verhaltenskodex ist kein Kontrollinstrument, sondern ein gemeinsames Wertefundament. Er schützt Menschen, stärkt Zusammenarbeit und sichert die Qualität der Projekte. Sein Erfolg hängt davon ab, dass er gelebt, vermittelt und konsequent angewendet wird.

wedium is the first social media platform for real people only